Digitale und KI-Transformation (basierend auf McKinsey Rewired für die Schweiz)
Navigieren Sie durch die digitale Revolution: Entdecken Sie, wie Schweizer Unternehmen mit McKinseys Rewired-Methodik nachhaltige Wettbewerbsvorteile im KI-Zeitalter entwickeln können.
Executive Summary: Die strategische Bedeutung von "Rewired" für Schweizer Unternehmen
Das Buch "Rewired" von McKinsey, verfasst von Eric Lamarre, Kate Smaje und Rodney Zemmel, bietet einen integrierten Rahmen für Unternehmen, die im digitalen Zeitalter einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil aufbauen möchten. Die zentrale Prämisse: Unternehmen müssen sich kontinuierlich weiterentwickeln und neue Technologien wie KI, Datenanalyse und moderne Softwarepraktiken als fortlaufende Transformation begreifen - nicht als einmalige Projekte.
Für Schweizer Unternehmen ist dieser Ansatz besonders relevant. Die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Transformation, die Führung, Talent, Betriebsmodelle, Technologie, Daten und Adoption gleichzeitig adressiert, wird durch spezifische Herausforderungen des Schweizer Marktes unterstrichen. Gleichzeitig bietet die Schweiz mit ihrer Rolle als Innovationszentrum und ihrem starken Fokus auf Datenschutz eine einzigartige Ausgangsposition für erfolgreiche digitale Transformationen.
Das Fundament: Die Kernphilosophie von McKinseys "Rewired"
Kontinuierliche Evolution
"Rewired" vertritt die Auffassung, dass Unternehmen in der heutigen, sich schnell entwickelnden digitalen Landschaft eine ständige Anpassungsfähigkeit an neue Technologien entwickeln müssen. Es geht nicht um isolierte Technologie-Upgrades, sondern um die tiefgreifende Verankerung digitaler Fähigkeiten in der gesamten Organisation.
Doppelter Nutzen
Erfolgreiche Unternehmen sind in der Lage, "kontinuierlich mit Digital und KI im gesamten Unternehmen zu innovieren, um Kundenerlebnisse zu verbessern und Stückkosten zu senken". Der wahre Wert liegt in der Integration zur Förderung von Umsatzwachstum und Effizienzsteigerung.
Abschied von Projekten
Die Erkenntnis, dass Transformationen "nicht nur einmalige Projekte, sondern fortlaufende Prozesse" sind, kennzeichnet einen fundamentalen Wandel in der Denkweise. Statt einer "Ziellinien-Mentalität" wird ein dauerhaftes Engagement für Evolution entwickelt.
Die sechs Säulen der "Rewired"-Transformation
McKinseys "Rewired" basiert auf sechs wesentlichen Unternehmensfähigkeiten. Eine erfolgreiche digitale und KI-Transformation erfordert die ganzheitliche Berücksichtigung all dieser Säulen.
Transformations-Roadmap gestalten
Die Führungsebene muss auf eine klare Vision ausgerichtet sein und eine geschäftsgeführte Roadmap mit messbaren Ergebnissen definieren.
Aufbau der Talentbasis
Entwicklung einer umfassenden Talentstrategie zur Gewinnung, Bindung und Weiterbildung von Digital- und KI-Talenten.
Neues Betriebsmodell einführen
Etablierung agiler, funktionsübergreifender Teams und Verankerung von Produktmanagement und Design Thinking.
Technologie für Innovation
Aufbau entkoppelter Architekturen, Implementierung von DevSecOps und MLOps sowie Förderung einer verteilten Technologieumgebung.
Daten überall einbetten
Durchdachte Datenarchitektur für einfache Nutzung, Wiederverwendung und Skalierung, um datengesteuerte Entscheidungen zu ermöglichen.
Adoption und Skalierung
Gestaltung benutzerzentrierter Lösungen, Anpassung von Geschäftsmodellen an digitale Lösungen und Investition in Change Management.
"Keine digitale und KI-Transformation kann erfolgreich sein, ohne all diese Aspekte zu berücksichtigen." - McKinsey Rewired
Die Schweizer Unternehmenslandschaft: Stärken und Innovationspotenziale
Globales Innovationszentrum
Die Schweiz ist weltweit als Innovationszentrum anerkannt und belegt in globalen Rankings regelmässig Spitzenplätze. Ihre Wirtschaft zeichnet sich durch Resilienz und Stabilität aus, selbst inmitten globaler Unsicherheiten.
Florierende Schlüsselindustrien
Bereiche wie das Gesundheitswesen, die Präzisionstechnik sowie Prüf-, Inspektions- und Zertifizierungsdienste (TIC) florieren, angetrieben von Innovation und hochpreisigen Nischen.
Starke Infrastruktur
Das Land verfügt über führende Forschungsinstitute in den Bereichen KI und Robotik und eine ausgeprägte Tradition im Datenschutz und bei der Compliance, was das Vertrauen in digitale Dienste fördert.
Herausforderungen der digitalen Transformation in der Schweiz
8%
Konsistente Datenbasis
Nur etwa 8% der Schweizer Unternehmen verfügen über eine konsistente Datenbasis. Die Mehrheit kämpft mit unstrukturierten Daten und fragmentierten Datensilos.
51%
Fehlen von KPIs
Über die Hälfte der Unternehmen versäumen es, den Erfolg ihrer KI-Initiativen mit klaren KPIs zu messen, was die Bewertung und das Lernen erschwert.
35%
Isolierte Systeme
Viele Unternehmen haben isolierte Systeme, was zu Pilotprojekten statt zu umfassenden Transformationen führt. Es mangelt häufig an klaren KI-Strategien und langfristigen digitalen Roadmaps.
Kulturelle Barrieren, einschliesslich einer starren Denkweise und Veränderungsunwilligkeit, behindern ebenfalls den Fortschritt. Darüber hinaus stellen anhaltende strukturelle Arbeitskräftemängel in den Bereichen IT, Ingenieurwesen und Gesundheitswesen eine erhebliche Einschränkung für die Talententwicklung dar.
Chancen und Wachstumspotenziale durch Digitalisierung und KI
1
Produktivitätssteigerung
Digitalisierung und KI bieten Schweizer Unternehmen erhebliche Möglichkeiten, die Produktivität zu steigern. Spezifische Chancen ergeben sich aus fortgeschrittenen KI-Anwendungen in der vorausschauenden Wartung und der automatisierten Datenanalyse.
2
Kundeninteraktionen personalisieren
KI ermöglicht massgeschneiderte Kundenerlebnisse, was besonders für die qualitätsorientierten Schweizer Unternehmen von Bedeutung ist. Intelligente Assistenzsysteme können den Service verbessern und gleichzeitig Kosten senken.
3
Innovative Geschäftsmodelle
Durch die Nutzung ihres robusten Innovationsökosystems und ihrer sektoralen Stärken kann die Schweiz ihre globale Marktposition festigen und neue digitale Geschäftsmodelle entwickeln.
4
Globale Märkte effizienter bedienen
Die Digitalisierung ermöglicht eine höhere Effizienz bei der Bedienung globaler Märkte, was für die exportorientierte Schweizer Wirtschaft von entscheidender Bedeutung ist.
Die Transformations-Roadmap gestalten: Strategische Verankerung
"Rewired" verlangt, dass die digitale Transformation mit einer klaren, geschäftsgeführten Roadmap beginnt, die von einer starken Führungsausrichtung auf eine "North Star"-Vision angetrieben wird. Diese Roadmap muss die Wertschöpfung, die erforderlichen Fähigkeiten und messbare Ergebnisse definieren.
Dies adressiert direkt das weit verbreitete Problem in Schweizer Unternehmen, wo anfängliche KI-Projekte oft isoliert sind und eine Integration in eine umfassende digitale Strategie fehlt. Ziel ist es, sich auf Geschäftsfelder zu konzentrieren, die gross genug sind, um einen sinnvollen Wert zu generieren, aber klein genug, um keine weitreichenden Störungen zu verursachen.
Kernaspekte einer erfolgreichen Roadmap:
Klare Definition messbarer Geschäftsergebnisse
Ausrichtung der Führungsebene auf eine gemeinsame Vision
Integration in die Gesamtunternehmensstrategie
Balance zwischen Ambition und praktischer Umsetzbarkeit
Fokus auf strategisch wichtige Geschäftsfelder
Talententwicklung und Kompetenzaufbau: Die digitale Belegschaft der Zukunft
Umschulung & Weiterbildung
Investition in kontinuierliche Lernprogramme, um bestehende Mitarbeiter mit digitalen Fähigkeiten auszustatten.
Leistungsstarke Teams
Aufbau multidisziplinärer Teams mit unterschiedlichen Perspektiven und komplementären Fähigkeiten.
Talentgewinnung
Schaffung attraktiver Arbeitsumgebungen, die mehr als nur einen Job bieten und die besten Talente anziehen.
Flexible Arbeitsmodelle
Einführung moderner Arbeitsformen, die Work-Life-Balance fördern und den Zugang zu einem breiteren Talentpool ermöglichen.
Förderung & Mentoring
Etablierung von Unterstützungssystemen zur Entwicklung und Bindung von Spitzentalenten.
"Rewired" betont, dass digitale Exzellenz nicht ausgelagert werden kann; Unternehmen müssen ihre eigenen hochqualifizierten Digital- und KI-Talente aufbauen. Dies ist für die Schweiz von entscheidender Bedeutung, da sie mit anhaltenden strukturellen Arbeitskräftemängeln in den Bereichen IT, Ingenieurwesen und Gesundheitswesen konfrontiert ist.
Neue Betriebsmodelle etablieren: Agilität und Cross-funktionale Teams
1
Agile Arbeitsweisen implementieren
"Rewired" plädiert für die Einführung neuer Betriebsmodelle, die auf Agilität, funktionsübergreifenden Teams, Produktmanagement und Design Thinking basieren. Dies steht im Einklang mit der wachsenden Erkenntnis in der Schweiz, dass geschäftliche Agilität erforderlich ist, um schnell auf Marktveränderungen reagieren zu können.
2
Kulturellen Wandel gestalten
Die Beschreibung des "Bösewichts" der agilen Transformation als "eine Denkweise, eine Bindung an die alte Arbeitsweise" ist für Schweizer Unternehmen, die oft durch strukturierte und hierarchische Kulturen geprägt sind, von tiefgreifender Bedeutung. Wahre Agilität erfordert eine fundamentale Transformation des Führungsverhaltens und der Mitarbeiterbefähigung.
3
Eigene Modelle entwickeln
Die Empfehlung, "agile Prozesse und Praktiken an den jeweiligen Organisationskontext anzupassen", ist für Schweizer Unternehmen entscheidend. Angesichts ihrer unterschiedlichen Grössen und sektoralen Besonderheiten ist eine "Einheitsgrösse"-Agile-Implementierung unwahrscheinlich erfolgreich.
Technologie für Geschwindigkeit und Innovation
Datenarchitektur und Cloud-Lösungen
"Rewired" betont den Aufbau einer verteilten, entkoppelten Technologiearchitektur mit robusten DevSecOps- und MLOps-Praktiken, um Geschwindigkeit, Sicherheit und Qualität bei digitalen und KI-Lösungen zu erreichen. Eine starke, leicht nutzbare Datenarchitektur ist dabei zentral, um datengesteuerte Entscheidungen und bessere Lösungen zu ermöglichen.
Für Schweizer Unternehmen bedeutet dies, die vorherrschende Datenfragmentierung und Datensilos aktiv zu überwinden, in Cloud-native Lösungen zu investieren und KI zur Steigerung von Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit einzusetzen.
Integration von Sicherheit und KI-Betrieb in Entwicklungsprozesse
Entkoppelte Architektur
Modulare Systeme für Flexibilität und Skalierung
Daten überall einbetten: Das Fundament digitaler Transformation
Datenarchitektur für einfache Nutzung
Eine durchdachte Datenarchitektur ermöglicht die einfache Nutzung, Wiederverwendung und Skalierung von Daten in der gesamten Organisation. Dies ist besonders wichtig angesichts der Tatsache, dass nur 8% der Schweizer Unternehmen über eine konsistente Datenbasis verfügen.
Datengesteuerte Entscheidungsfindung
Durch die Einbettung von Daten in alle Geschäftsprozesse können Führungskräfte fundierte Entscheidungen treffen, die auf Echtzeitinformationen basieren, anstatt auf Bauchgefühl oder veralteten Berichten.
Datenschutz als Wettbewerbsvorteil
Die traditionelle Stärke der Schweiz im Datenschutz kann als signifikanter Wettbewerbsvorteil genutzt werden, insbesondere für Finanzinstitute und Gesundheitsdienstleister, die mit sensiblen Kundendaten arbeiten.
Adoption und Skalierung vorantreiben: Change Management und Wertmessung
1
2
3
4
5
1
Benutzerakzeptanz
2
Change Management
3
Wertmessung mit KPIs
4
Geschäftsmodellanpassung
5
Skalierungsstrategie
Die letzte Säule von "Rewired" befasst sich mit den kritischen Herausforderungen der Benutzerakzeptanz und Skalierung, wobei benutzerzentriertes Design, die Ausrichtung von Geschäftsmodellen auf digitale Lösungen und ein robustes Change Management betont werden.
Dies ist besonders wichtig für Schweizer Unternehmen, bei denen über die Hälfte (51%) Schwierigkeiten hat, den Erfolg von KI-Initiativen mit KPIs zu messen, was zu einem "blinden Vertrauen" führt, das Lernen und Verbesserung behindert. Kultureller Widerstand gegen Veränderungen ist ebenfalls ein erhebliches Hindernis.
Effektives Change Management, das Mitarbeiter in die Entscheidungsfindung einbezieht und neue Ansätze schrittweise einführt, ist unerlässlich, um über isolierte Pilotprojekte hinaus zu umfassenden, wertschöpfenden Transformationen zu gelangen.
Erfolgsbeispiele aus dem Schweizer Finanzsektor
Swiss Re: Cloud-basierte Transformation
Das Unternehmen hat in Partnerschaft mit Microsoft eine Cloud-basierte Core Operating Platform (COP) in der Schweiz aufgebaut, wobei die Datenhoheit priorisiert und ein Cloud-nativer Ansatz verfolgt wurde. Dies umfasste umfangreiche Schulungen, die Implementierung von DevSecOps und einen kulturellen Wandel von der zentralisierten Kontrolle hin zur verteilten Innovation.
Die Entscheidung, eine private Cloud in der Schweiz aufgrund von regulatorischen Anforderungen aufzubauen, positioniert das Unternehmen als führend bei vertrauenswürdigen digitalen Dienstleistungen.
Swiss Casinos Group: Agile Beschaffung
Angesichts von Marktstörungen beschaffte das Unternehmen in nur vier Wochen ein neues ERP-System mithilfe von Lean Agile Procurement, eine deutliche Beschleunigung im Vergleich zu traditionellen Methoden. Dies zeigt, wie agile Prinzipien auf Kernprozesse angewendet werden können, um die Digitalisierung zu beschleunigen.
Erfolgsbeispiele aus der Schweizer Fertigungsindustrie
Roche: Smart Manufacturing
Als Teil des WEF Global Lighthouse Network für seine Smart-Manufacturing-Implementierung unterstreicht Roche die Bedeutung, operative Schwachstellen vor der Technologieeinführung zu verstehen. ERP-Upgrades und Cloud-Migration dienen dabei als grundlegende Vorbereitung für fortschrittliche KI-Anwendungen.
ABB: Projekt Genesis
Am Standort Lenzburg hat ABB das "Projekt Genesis" umgesetzt, eine digitale Halbleiterfabrik, die als "Fabrik des Jahres 2028" bezeichnet wird. Diese Anlage integriert fortschrittliche Technologien wie fahrerlose Transportsysteme, Handhabungsroboter und Manufacturing Execution Systems.
Smart-Manufacturing-Initiativen zeigen, dass Wert unabhängig von Unternehmensgrösse oder Reifegrad geschaffen werden kann, wobei die Risiken in der Regel durch den geschaffenen Wert übertroffen werden. KI verbessert Produktionsprozesse, Qualitätskontrolle und vorausschauende Wartung. Der Erfolg hängt vom Aufbau robuster Datenarchitekturen und der Integration von Altanlagen ab.
Weitere innovative Schweizer Ansätze
Nachhaltige Energie
Führend bei nachhaltigen Energiedurchbrüchen und Kreislaufwirtschaftsinitiativen
Intelligente Gesundheitsversorgung
KI-gestützte Diagnostik und personalisierte Medizin
Moderne Robotik
Fortschrittliche Robotiklösungen für Industrie und Dienstleistungen
Quantencomputing
Forschung und Anwendungen in der Quantentechnologie
Personalisierte Biotech
Massgeschneiderte biologische Lösungen für Gesundheit und Landwirtschaft
Digital-Twin-Anwendungen
Virtuelle Modelle zur Optimierung realer Systeme und Prozesse
Technologieunternehmen als Katalysatoren
Grosse Technologieunternehmen erweitern nicht nur ihre Cloud- und KI-Dienste in der Schweiz, sondern investieren auch stark in die lokale Talententwicklung und Partnerschaften mit Schweizer Universitäten.
IBM Switzerland
IBM hat seine Cloud-native KI-Supercomputing-Kapazitäten in der Schweiz ausgebaut und bietet Unternehmen Zugang zu fortschrittlichen KI-Technologien. Gleichzeitig investiert das Unternehmen in lokale Talententwicklungsprogramme und Universitätspartnerschaften.
AWS Switzerland
Amazon Web Services hat seine regionale Cloud-Infrastruktur und KI-Services in der Schweiz erweitert. Dies ermöglicht Schweizer Unternehmen, komplexe Workloads lokal zu verarbeiten und dabei von globalen Skaleneffekten zu profitieren, während gleichzeitig lokale Datenschutzanforderungen erfüllt werden.
Die Präsenz dieser Technologiegiganten schafft ein reifes Ökosystem, das Schweizer Unternehmen nutzen können, um ihre digitale Transformation zu beschleunigen und auf spezialisiertes Fachwissen zuzugreifen.
Innovative Schweizer Start-ups und Spin-offs
Schweizer Start-ups und Forschungskooperationen zeigen vielfältige digitale und KI-Fortschritte, oft in europäischer Zusammenarbeit. Sie ergänzen die Innovationslandschaft und bieten spezialisierte Lösungen für spezifische Herausforderungen.
EPFL-Spin-off Bloom Biorenewables entwickelt nachhaltige Chemikalien aus Biomasse
SwissDeCode bietet schnelle, zuverlässige Lebensmitteltests mit KI-Unterstützung
Zahlreiche Fintech-Startups revolutionieren den Schweizer Finanzsektor
Diese lebendige Start-up-Szene deutet darauf hin, dass Schweizer Unternehmen die digitale Transformation nicht als isolierte interne Anstrengung betrachten sollten, sondern als Gelegenheit, sich in dieses breitere Ökosystem einzubinden.
Handlungsempfehlungen für Schweizer Führungskräfte
Um die digitale und KI-Transformation erfolgreich zu gestalten und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, sollten Schweizer Führungskräfte folgende strategische Empfehlungen beherzigen:
1
Prioritäten setzen und strategisch verankern
Entwickeln Sie eine klare, geschäftsgeführte digitale und KI-Roadmap, die tief in die gesamte Unternehmensstrategie integriert ist. Gehen Sie über isolierte Pilotprojekte hinaus und fokussieren Sie sich auf Bereiche, die einen sinnvollen Wert generieren, ohne weitreichende Störungen zu verursachen.
2
Kulturelle Barrieren überwinden und Mitarbeiter befähigen
Implementieren Sie umfassende Change-Management-Programme, beziehen Sie Mitarbeiter in die Entscheidungsfindung ein und kommunizieren Sie die Vorteile neuer digitaler Lösungen. Pflegen Sie eine Kultur des kontinuierlichen Lernens und der psychologischen Sicherheit.
3
Gezielte Investitionen in Technologie und Talent
Priorisieren Sie Investitionen in den Aufbau einer robusten Datenarchitektur, um Datensilos zu überwinden. Entwickeln Sie eine strategische Talent-Roadmap, um Fachkräftemängel durch gezielte Umschulung und attraktive Arbeitsumgebungen zu beheben.
4
Erfolg messen und kontinuierlich lernen
Definieren Sie von Anfang an klare Key Performance Indicators (KPIs) für alle digitalen und KI-Initiativen. Messen Sie systematisch die Wertschöpfung, verfolgen Sie den Fortschritt und lernen Sie aus Erfolgen wie Misserfolgen.
Prioritäten setzen und strategisch verankern: Vertiefung
Von isolierten Projekten zur strategischen Transformation
Die zentrale Herausforderung für viele Schweizer Unternehmen liegt nicht in mangelndem technologischem Bewusstsein, sondern in einem strategischen Vakuum, in dem digitale Initiativen nicht an klare Geschäftsergebnisse gekoppelt sind.
Geschäftsgeführte Roadmap entwickeln
Definieren Sie eine klare Vision und eine messbare Roadmap, die von der Geschäftsseite getrieben wird - nicht von der IT-Abteilung allein. Die oberste Führungsebene sollte sich auf eine "North Star"-Vision einigen, die das Geschäft durch technologische Möglichkeiten neu denkt.
Strategische Bereiche identifizieren
Konzentrieren Sie sich auf Bereiche, die einen sinnvollen Wert generieren, ohne weitreichende Störungen zu verursachen. Dieser pragmatische Ansatz ermöglicht es, in überschaubaren Schritten signifikanten Wert zu demonstrieren.
Kulturelle Barrieren überwinden: Vertiefung
1
Ist-Zustand analysieren
Verstehen Sie die bestehende Unternehmenskultur und identifizieren Sie potenzielle Widerstände gegen Veränderungen. Die in der Schweiz weit verbreitete "Veränderungsunwilligkeit" und "starre Denkweise" deuten darauf hin, dass menschliche Faktoren ebenso kritisch sind wie technische.
2
Vorteile kommunizieren
Verdeutlichen Sie die konkreten Vorteile der digitalen Transformation für Mitarbeiter, Teams und das gesamte Unternehmen. Zeigen Sie, wie neue Arbeitsmodelle Produktivität und Work-Life-Balance verbessern können.
3
Mitarbeiter einbeziehen
Beziehen Sie Mitarbeiter aktiv in die Entscheidungsfindung ein und schaffen Sie Möglichkeiten für Feedback. Dadurch entsteht ein Gefühl der Mitverantwortung für den Transformationsprozess.
4
Psychologische Sicherheit schaffen
Etablieren Sie eine Umgebung, in der Mitarbeiter offen Bedenken äussern, Fragen stellen und neue Ideen vorschlagen können, ohne negative Konsequenzen befürchten zu müssen.
5
Führungskräfte als Vorbilder
Führungskräfte müssen den Wandel vorleben und die neue digitale Denkweise in ihrem täglichen Handeln demonstrieren. "Kultur übertrumpft Technologie" - dieser Grundsatz betont die zentrale Rolle der Führungsebene im Transformationsprozess.
Investitionen in Technologie und Talent: Vertiefung
Datenarchitektur als Fundament
Eine robuste, entkoppelte Datenarchitektur ist fundamental für jede erfolgreiche digitale Transformation. Für Schweizer Unternehmen bedeutet dies, aktiv gegen die vorherrschende Datenfragmentierung und Datensilos vorzugehen.
Schaffen Sie einen einheitlichen Datenfluss von der Produktionsebene in die Cloud
Etablieren Sie klare Daten-Governance-Strukturen und -Prozesse
Nutzen Sie die Stärke der Schweiz im Datenschutz als Wettbewerbsvorteil
Strategische Talent-Roadmap
Fähigkeitslücken identifizieren
Analysieren Sie systematisch, welche digitalen und KI-Fähigkeiten für Ihre Transformationsziele benötigt werden und wo Lücken bestehen.
Talententwicklungsprogramme
Investieren Sie in Umschulung und Weiterbildung bestehender Mitarbeiter, um digitale Kompetenzen aufzubauen.
Attraktive Arbeitsumgebung schaffen
Entwickeln Sie eine Kultur und Arbeitsumgebung, die für digitale Talente attraktiv ist, einschliesslich flexibler Arbeitsmodelle und kontinuierlicher Lernmöglichkeiten.
Interne digitale Fähigkeiten aufbauen
Verlassen Sie sich nicht ausschliesslich auf Outsourcing. Bauen Sie proprietäre digitale Fähigkeiten auf, um langfristige Wettbewerbsvorteile zu sichern.
Erfolg messen und kontinuierlich lernen: Vertiefung
Der erhebliche Prozentsatz Schweizer Unternehmen, die den digitalen Erfolg nicht messen (51%), stellt ein grosses Hindernis für kontinuierliche Verbesserung und Skalierung dar. Die systematische Messung ist nicht nur eine Rechenschaftspflichtübung, sondern ein fundamentaler Wegbereiter für Lernen, Anpassung und nachhaltige Transformation.
100%
KPI-Definition von Anfang an
Definieren Sie für jede digitale Initiative von Beginn an klare, messbare KPIs, die direkt mit Geschäftsergebnissen verknüpft sind.
50%
Ausgewogenes KPI-Set
Kombinieren Sie finanzielle Kennzahlen (ROI, Kosteneinsparungen) mit operativen Metriken (Effizienz, Durchlaufzeit) und Kundenkennzahlen (Zufriedenheit, Engagement).
25%
Regelmässige Reviews
Etablieren Sie einen Rhythmus für die regelmässige Überprüfung der KPIs und die Anpassung von Strategien basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen.
75%
Datengetriebene Entscheidungen
Nutzen Sie die Messergebnisse, um informierte Entscheidungen über zukünftige Investitionen und Anpassungen zu treffen.
Schweizer Erfolgsfaktoren im internationalen Vergleich
Schweizer Stärken strategisch nutzen
Die Schweiz verfügt über einzigartige Stärken, die im Kontext der digitalen Transformation besonders wertvoll sind:
Innovationsökosystem mit Weltklasse-Forschungseinrichtungen
Hohe Qualitätsstandards und Präzision
Starke Tradition im Datenschutz und in der Compliance
Wirtschaftliche Stabilität und Resilienz
Hochqualifizierte Arbeitskräfte
Diese Faktoren können als strategische Hebel genutzt werden, um die digitale Transformation zu beschleunigen und gleichzeitig einzigartige Wettbewerbsvorteile zu schaffen.
Schlussfolgerung: Die Schweiz als Vorreiter der digitalen Zukunft gestalten
Die Schweiz verfügt über eine starke Grundlage als Innovationszentrum mit wirtschaftlicher Resilienz und hochqualifizierten Arbeitskräften. Durch die strategische Anwendung der "Rewired"-Prinzipien können Schweizer Unternehmen ihre Position als globale Führungskräfte im digitalen und KI-Zeitalter festigen.
Strategische Verankerung
Geschäftsgeführte Transformation mit klarer Vision
Kulturwandel
Mitarbeiter befähigen und Widerstände überwinden
Datenarchitektur
Robuste Dateninfrastruktur als Fundament
Wertmessung
Klare KPIs und kontinuierliches Lernen
Moderne Technologie
Cloud-native Lösungen und KI-Integration
6
6
Talententwicklung
Digitale Fähigkeiten aufbauen und fördern
Schweizer Führungskräfte sind aufgerufen, die kontinuierliche Reise der Neugestaltung ihrer Organisationen anzunehmen. Dadurch können sie bestehende Herausforderungen in einzigartige Chancen für nachhaltiges Wachstum, verbesserte Produktivität und einen gestärkten Wettbewerbsvorteil auf globaler Ebene verwandeln.